Kleiner Energiekreislauf - wie Energie transformiert wird

Wer Chi (= Lebensenergie, Sexualenergie, Ki) zur Heilung und zum Wachstum einsetzen will, muss es kontrolliert und wirksam auf bestimmten Bahnen durch den Körper kreisen lassen. Bei der Meditation des Kleinen Energiekreislaufs benutzt der Übende die Kraft des Geistes, um Kreuzbein- und Schädelpumpe zu aktivieren, so dass sie Chi durch den Körper pumpen.
Das Öffnen des Kleinen Kreislaufs bildet die Grundlage für das Aufsteigen der Lebensenergie die Wirbelsäule hinauf. Es geht darum, mit Hilfe von besonderen Meditations- und Entspannungstechniken zu lernen, die Energie auf den beiden Hauptkanälen anzuregen, zum Kreisen zu bringen, zu lenken und zu bewahren. Diese beiden Hauptmeridiane sind das Diener-Gefäß, das vorn in der Körpermitte verläuft, und das Lenker-Gefäß, das vom Steißbein aus in der Wirbelsäule hoch zum Kopf und von dort über das „Dritte Auge“ und die Nase zum Obergaumen läuft.
Die Übung des Kleinen Kreislaufs spielt eine wichtige Rolle bei der Beseitigung von psychischen und physischen Blockaden. Bei offenen Meridianen kann Chi auf der Bahn des Kleinen Kreislaufs frei zirkulieren; Körper und Geist werden mit Chi versorgt und Energieblockaden beseitigt.
Um den Kleinen Kreislauf zu öffnen, ist es hilfreich, jeden Morgen die Übung des Inneren Lächelns zu machen und danach ein paar Minuten zu meditieren. Nach einer gewissen Zeit kann die kreisende Energie an einigen Stellen als warmer Strom empfunden werden.
(Quelle: Mantak Chia, "Healing Tao")

Hier eine weitere visuelle Verdeutlichung des kleines Energiekreislaufs. Ein wichtiger Punkt dabei ist der Zungenkontakt mit dem Gaumen für die Zirkulation der abwärts fliessenden Energie.
